Wohnungsmarkt für Studierende hart

Umkämpfter Miet-Wohnungsmarkt für Studierende: Mieten steigen für studentisches Wohnen laut Studentenwohnreport 2021 weiter an.

Mieten in vielen Städten sind moderat weiter gestiegen – von bereits hohem Ausgangsniveau aus. Die durchschnittlichen Mieten, bereinigt um Qualitäten und Lagen („Studentenwohnpreisindex“), haben an 19 von 30 untersuchten Hochschulstandorten weiter zugelegt.

Im Schnitt lagen die Preise um 1,8 Prozent über dem Vorjahr, wie aus dem aktuellen Studentenwohnreport des Finanzbetriebs MLP und des Instituts der deutschen Wirtschaft hervorgeht.

Die Dynamik hat zumindest vorerst etwas nachgelassen. Spitzenreiter bei den Steigerungen waren Freiburg, Berlin und Konstanz mit Raten von 5,9 Prozent, 5,4 Prozent und 4,2 Prozent. In neun Städten sind die Preise weitgehend gleich geblieben bzw. geringfügig gesunken.

Spürbar günstiger geworden sind studentische Wohnungen in Stuttgart (-2,6 Prozent) und Karlsruhe (-1,4 Prozent), die Mietpreise liegen dort allerdings weiterhin auf überdurchschnittlich hohem Niveau.

Der teuerste Studienort bleibt München. Dort kostet eine studentische Musterwohnung aktuell 802 Euro, gefolgt von Stuttgart (750 Euro – trotz sinkender Mieten) und Köln (663 Euro).

Am günstigsten wohnen die Studierenden hingegen in den ostdeutschen Städten Magdeburg (289 Euro), Leipzig (355 Euro) und Greifswald (382 Euro).

Studierende spielen im Wahlkampf kaum eine Rolle

„Insgesamt zeigt der Blick in die Wahlprogramme: Die Parteien schenken den Bedürfnissen und Nöten der Studierenden am Wohnungsmarkt viel zu wenig Beachtung. Die Politik sollte den Ausbau der Angebote fördern und gleichzeitig die bisher noch weniger gefragten Hochschulstandorte attraktiver gestalten, um Entlastung an anderen zu schaffen“,

sagt Prof. Michael Voigtländer, Immobilienexperte am Institut der deutschen Wirtschaft.