Viele zu Pflege-Aufgaben bereit

Pflege in der Familie: Zwei von drei jungen Menschen unter 40 sind bereit, Pflegeaufgaben zu übernehmen.

Zwei von drei jungen Menschen (68 Prozent) können sich vorstellen, Angehörige zu pflegen. Das ist das Ergebnis des aktuellen Pflegereports der DAK-Gesundheit. Demnach können sich junge Frauen mit 71 Prozent eher vorstellen, Angehörige zu pflegen, als junge Männer (66 Prozent).

„Die hohe Bereitschaft junger Menschen, sich bei der Pflege zu engagieren, ist bemerkenswert“,

sagt DAK-Vorstandschef Andreas Storm.

Laut DAK-Pflegereport ist Pflege für knapp ein Drittel der jungen Menschen ein Alltagsthema. 29 Prozent der 16- bis 39-Jährigen haben Familienangehörige, die auf Pflege oder Hilfe im Alltag angewiesen sind. Bei den über 40-Jährigen sind dies nur zwölf Prozent.

Viele zur Pflege von Angehörigen bereit

Grundsätzlich sind zwei Drittel der 16- bis 39-Jährigen bereit, Angehörige zu pflegen. Von den Befragten, die bereits zu Hause pflegen, würden sogar 84 Prozent eine erneute Pflegetätigkeit aufnehmen.

Eine moralische Verpflichtung zur Pflege von Angehörigen sehen weniger als die Hälfte der unter 40-Jährigen (41 Prozent). 29 Prozent sind der Ansicht, dass es keine Verpflichtung gäbe, dass Kinder ihre Eltern pflegen sollten. 30 Prozent sind in dieser Frage unentschieden.

Rund ein Drittel der jungen Menschen kann sich nicht vorstellen, Angehörige zu pflegen. Sie geben dafür vielschichtige Gründe an: Ein Großteil traut sich Pflegetätigkeiten nicht zu (63 Prozent).

Für die Hälfte ist die Pflege nicht mit dem Beruf vereinbar (49 Prozent) und 44 Prozent befürchten seelische Belastungen.

29 Prozent wäre die Pflege eines Angehörigen unangenehm, 26 Prozent wohnen zu weit entfernt und 22 Prozent haben Sorge vor einer zu starken finanziellen Belastung.