Millionen Bürgern fehlt im Alter Geld

Millionen Bürger:innen fehlt im Alter Geld – Anteil der bis 65-Jährigen, die einen Riester-Vertrag abgeschlossen haben stagniert.

Nur jeder 4. Erwachsene bis 65 Jahren hat einen Riester-Vertrag, wie aus einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hervorgeht.

Demnach „riestern“ vor allem ärmere Haushalte nur selten. Der Großteil der Bevölkerung und insbesondere von Altersarmut bedrohte Zielgruppen werden nicht erreicht.

Zudem zeigen sich große Unterschiede bei den Einkommensgruppen: Vor allem GeringverdienerInnen und Personen mit Phasen längerer Arbeitslosigkeit – also genau die Gruppen, die besonders von Altersarmut bedroht sind – sorgen kaum mit der Riester-Rente für das Alter vor.

„Die Riester-Rente erreicht nicht diejenigen, die sie am dringendsten brauchen würden“,

sagt Studienautor Peter Haan.

Neben dem Bildungsniveau scheint vor allem die berufliche Position entscheidend für die Frage zu sein, wer einen Riester-Vertrag abschließt.

Je höher die berufliche Position, desto häufiger wird ein Riester-Vertrag gehalten. So haben im Jahr 2020 rund 42 Prozent der Angestellten mit Führungsaufgaben einen Riester-Vertrag – aber nur 11 Prozent der ungelernten ArbeiterInnen.

„Die Riester-Rente muss grundlegend reformiert werden … Die Riester-Rente sollte am schwedischen Modell der privaten Altersvorsorge ausgerichtet werden“,

fasst Co-Autor Markus M. Grabka das Ergebnis der Studie zusammen.