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Heizkosten Verbrauchs-Infos: Das müssen Sie wissen

Mietern und selbst nutzenden Wohnungseigentümern sind laut neuer Heizkostenverordnung seit Anfang 2022 unterjährige Verbrauchsinformationen monatlich zur Verfügung zu stellen, falls geeignete fernauslesbare Messausstattungen vorhanden sind. Der Zustellungsweg der Infos ist nicht explizit geregelt. Praktisch und wirtschaftlich ist allerdings nur eine Zustellung in elektronischer Form, also per Web-Service oder App.

(djd). Die Heizkostenverordnung (HKVO) regelt kurz gesagt die Abrechnungsmodalitäten im Hinblick auf Heizkosten und Warmwasser zwischen Mietern und Vermietern. Die neueste Fassung der Verordnung enthält erstmals auch gesetzliche Anforderungen an sogenannte unterjährige Verbrauchsinformationen.

Diese bietet den Hausbewohnern – ergänzend zur jährlichen Heizkostenabrechnung – die Gelegenheit, schon während der Abrechnungsperiode über den zu erwartenden Verbrauch informiert zu werden.

Diese neue Transparenz hilft beim Energiesparen, denn bei einer ungünstigen Verbrauchsentwicklung können die Bewohner sofort Gegenmaßnahmen ergreifen. Angesichts dramatisch steigender Energiekosten sind solche Informationen wertvoller denn je.

Das müssen Vermieter und Mieter zum Heiz- und Wasserverbrauch wissen

Seit wann sind unterjährige Verbrauchs-Infos bereitzustellen und wie oft?

Selbst nutzenden Wohnungseigentümern und Mietern sind unterjährige Verbrauchsinformationen laut neuer HKVO seit Anfang 2022 monatlich zur Verfügung zu stellen. Das gilt, wenn bereits eine fernauslesbare Messausstattung vorhanden ist.
Bis spätestens Ende 2026 muss ohnehin die gesamte Messtechnik auf Funk umgerüstet werden.

Welche Angaben müssen unterjährige Verbrauchsinformationen enthalten?

Erstens: Den Verbrauch des Nutzers für Heizung und Warmwasser im letzten Monat in Kilowattstunden. Zweitens: Einen Vergleich dieses Verbrauchs mit dem Verbrauch des Vormonats und dem gleichen Monat des Vorjahres. 3. Einen Vergleich mit einem normierten Durchschnittsnutzer.

Und was ist mit Kaltwasser?

Der Ausweis von Verbrauchsdaten für Kaltwasser ist kein Bestandteil der gesetzlichen Anforderungen an unterjährige Verbrauchsinformationen. „Wir weisen bei entsprechender technischer Möglichkeit der Messgeräte und bei bestehendem Abrechnungsauftrag aber auch die Kaltwasserwerte in den Verbrauchsinformationen aus“, so Frank Peters, Abrechnungsexperte beim Immobiliendienstleister Minol.

In welcher Form sind unterjährige Verbrauchs-Infos zur Verfügung zu stellen?

Der Zustellungsweg ist in der HKVO nicht explizit geregelt. Praktisch und wirtschaftlich ist allerdings nur eine Zustellung in elektronischer Form. Minol bietet Vermietern die gesamte Technik und Services, um die Vorgaben der HKVO zu erfüllen – mehr Infos dazu gibt es unter minol.de/emonitoring. Die Messwerte werden mit einem Funksystem erfasst, ohne dass ein Ableser die Wohnungen betreten muss. Die Hausbewohner erhalten über ihren Internetbrowser oder über eine App Zugang zum Energiemonitoring mit den Verbrauchsinformationen. „Eine Zustellung mit Papier und Postzustellung ist schon aus Klimaschutzgründen nicht sinnvoll“, betont Frank Peters.