Corona: Hilfe bei Gutscheinen

Statt Geld zurück hieß es ab Frühjahr vergangenen Jahres für viele Verbraucher, wegen Corona-bedingt abgesagter Musik-, Kultur- oder Sportveranstaltungen, einen Gutschein zu akzeptieren.

So wollte es der Gesetzgeber. Die gesetzliche Regelung sieht vor, dass ein Veranstalter einer Musik-, Kultur-, Sport- oder sonstigen Freizeitveranstaltung, die wegen der COVID-19-Pandemie nicht stattfinden konnte oder kann, berechtigt ist, dem Inhaber einer vor dem 8. März 2020 erworbenen Eintrittskarte, statt einer Gutschrift einen Gutschein auszuhändigen.

Viele werden Gutscheine inzwischen für andere Veranstaltungen eingelöst haben. Falls nicht kann eine Barauszahlung des Gutscheinwerts nur verlangt werden, wenn der Begünstigte den Gutschein bis Ende 2021 nicht eingelöst hat.

„Wer seinen Gutschein bis zum 31. Dezember 2021 nicht einlöst, darf sein Geld ab Januar 2022 zurückverlangen“,

erklärt Stefanie Kahnert, Juristin bei der Verbraucherzentrale Brandenburg. Ein Musterbrief kann auf der Internetseite der Verbraucherschützer abgerufen werden.

Gleichzeitig ist es Verbrauchern auch weiterhin möglich, den Gutschein zu behalten und für kommende Events einzulösen, statt eine Erstattung zu verlangen, so die Verbraucherschützer weiter.

Bei Problemen bei der Gutschein-Einlösung bietet die Verbraucherzentrale auch eine Beratung an.